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CFD Handelsbeispiel

Handelsbeispiel zur Funktion eines CFD

Ein Anleger möchte vom Anstieg eines beliebigen Wertpapiers profitieren und überlegt, ob

  • ein Direktinvestment in die Aktie, oder
  • eine Longposition in einem CFD auf die Aktie die bessere Vorgehensweise ist.

Da er diesen Beitrag gelesen hat, entscheidet er sich die Variante eines CFD-Kaufs in Betracht zu ziehen.

CFD auf eine Aktie

Sie kaufen einen Long-CFD (d.h. Sie profitieren von steigenden Kursen) auf die Aktie der Deutschen Bank bei einem

  • Kurs von 50 Euro.
  • Die Margin beträgt 5 Prozent,
  • Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs der Aktie von 0,25%

Die Kosten belaufen sich auf:

  1. Margin: 5% von 50€ Basiswert = 2,50€
  2. Spread: 0,25% von 50€ = 0,125€

Die Krux dabei: So wie ein geringer Gewinn bezogen auf das als Sicherheit hinterlegte Kapital zu einer hohen Rendite führen kann, bedeutet eine Entwicklung in die falsche Richtung, ebenfalls bezogen auf das eingesetzte Kapital, einen entsprechend hohen Verlust. In unserem Beispiel sind

Mögliches (worst) Szenario

Die Deutsche-Bank-Aktie verliert am Folgetag 5 Euro (entspricht einem Kursverlust von 10% des Aktienwerts).
Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Entweder Sie schließen die CFD-Position mit einem Totalverlust,
  2. oder Sie schießen neue Mittel nach, in der Hoffnung, dass sich die Aktie wieder erholt.

Damit riskieren Sie aber auch einen höheren Einsatz. In der Praxis kommt es häufig vor, dass die CFD-Anbieter Ihnen diese Entscheidung abnehmen. Wenn die Margin auf einen bestimmten Betrag zusammengeschrumpft ist, wird die Position automatisch glattgestellt, d.h. CFD verkauft. Dann können Sie nicht mehr auf Erholung hoffen, sondern müssen mit dem Verlust leben.

CFD auf einen Index

Der Wert eines CFDs etwa entspricht dem Kurs des Basiswertes. Jeder Indexpunkt entspricht einem Euro. Allerdings zahlen sie im Gegensatz zu Indexzertifikaten nicht den vollen Preis für den Basiswert, sondern Sie hinterlegen eine Margin.

Angenommen, bei einem CFD ist der Basiswert der EuroStoxx 50.

Die

  • Margin 5 Prozent, der
  • EuroStoxx steht gerade bei 800 Punkten.

Dann kaufen Sie ihn nicht für volle 2.800 Euro, sondern Sie müssen nur 5 Prozent davon plus den Spread (den Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs) zahlen. Der Spread beträgt beispielsweise 2 Punkte, und zwar dergestalt, dass der Verkaufskurs immer 1 Punkt über dem Stand des EuroStoxx, der Ankaufskurs 1 Punkt darunter liegt. Dann können Sie den entsprechenden CFD also für

  • 141 Euro (= 5 Prozent von 2.800 plus halber Spread) kaufen.

Oder bei demselben Indexstand für

  • 139 Euro (= 5 Prozent von 2.800 minus halber Spread) verkaufen.

Ab jetzt gilt:

Ein Punkt Indexstand ist identisch mit einem Punkt Wertentwicklung bei Ihrem CFD!

Bei einem Long-CFD, der auf steigende Kurse setzt, gilt:

Steigt der Index um 1 Punkt, steigt auch der CFD um einen Euro. Fällt der Index um einen Punkt, fällt auch der CFD um einen Euro. Wenn der EuroStoxx also 3.000 Punkte (+200 Punkte)erreicht hat, haben Sie 200 Euro hinzugewonnen – minus den halben Spread macht das 199 Euro.

Das Ganze ist unter umgekehrten Vorzeichen auch mit einem Short-CFD möglich. 200 Euro (minus 1 Euro für den Spread) haben Sie hinzugewonnen, wenn der EuroStoxx auf 2.600 Punkte fällt.

Sie sehen, die Wertentwicklung des Basiswerts macht der CFD voll mit, obwohl Sie nur einen Bruchteil dafür bezahlt haben. Das ist die berühmte Hebelwirkung, die bei Optionen und Optionsscheinen ja in ähnlicher Weise funktioniert, nur eben nicht ganz so transparent.

 

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