Margin beim CFD-Handel – Sicherheitsleistung einfach erklärt

Margin beim CFD-Handel – Alles über Sicherheitsleistungen

Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die Sie bei Ihrem Broker hinterlegen müssen, um eine CFD-Position zu eröffnen. Sie ist der Schlüssel zum Hebel – und eine der wichtigsten Grundlagen des CFD-Handels.

1. Was ist Margin?

Margin ist nicht eine Gebühr oder Kosten. Es ist eine Kaution, die während der Laufzeit Ihrer Position blockiert wird. Wenn Sie die Position schließen, wird die Margin wieder freigegeben. Die Margin bestimmt, wie viel Hebel Sie nutzen.

Einfache Formel: Margin = Positionswert / Hebel. Bei 10.000 EUR Position und Hebel 1:20 = 500 EUR Margin.

2. Margin-Arten

Art Bedeutung
Initial Margin Mindest-Sicherheit zum Eröffnen der Position
Maintenance Margin Mindest-Sicherheit zum Halten der Position (oft 50% der Initial Margin)
Free/Available Margin Verfügbares Kapital für neue Positionen
Margin Level Eigenkapital / Verwendete Margin x 100%

3. Margin berechnen

Instrument Margin-Satz (ESMA) Beispiel (1 Lot)
EUR/USD 3,33% (Hebel 1:30) 3.333 EUR
DAX 5% (Hebel 1:20) 925 EUR (bei 18.500)
Gold 10% (Hebel 1:10) ~1.800 EUR
Aktien 20% (Hebel 1:5) Variabel
Bitcoin 50% (Hebel 1:2) ~25.000 EUR

Nutzen Sie unseren CFD-Rechner – er berechnet die Margin automatisch.

4. Margin Call erklärt

Ein Margin Call entsteht, wenn Ihr Margin Level unter einen kritischen Wert fällt (typisch 50-100%). Der Broker fordert Sie dann auf, Kapital nachzuschießen oder Positionen zu schließen.

Dank Negativsaldoschutz (ESMA-Pflicht seit 2018) kann Ihr Konto bei EU-Brokern nicht ins Minus fallen. Der Broker schließt Positionen automatisch.

5. ESMA-Margin-Anforderungen

Seit 2018 gelten EU-weit einheitliche Margin-Sätze. Diese schützen Retail-Trader vor übermäßigem Risiko. Professionelle Kunden können höhere Hebel beantragen. Details: ESMA-Regelung.

Häufige Fragen (FAQ)

Verliere ich meine Margin bei einem Verlust-Trade?

Nicht direkt. Die Margin wird freigegeben, wenn Sie die Position schließen. Was Sie verlieren, ist die Differenz zwischen Einstieg und Ausstieg. Setzen Sie immer einen Stop-Loss, um Verluste zu begrenzen.

Was passiert beim Margin Call?

Bei einem Margin Call müssen Sie entweder Geld nachschießen oder der Broker schließt Positionen automatisch. Um Margin Calls zu vermeiden: Nutzen Sie nie mehr als 30-50% Ihrer Margin-Kapazität und setzen Sie Stop-Losses. Mehr: Risikomanagement.

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Risikohinweis: Unzureichende Margin kann zum automatischen Schließen Ihrer Positionen führen. Risikomanagement und Positionsgröße sind entscheidend.

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