Orderflow und Volumenanalyse für CFD-Trader

Was ist Orderflow-Trading?

Orderflow-Trading geht über die klassische Technische Analyse hinaus. Statt nur den Preis zu betrachten, analysieren Sie die dahinterliegenden Kauf- und Verkaufsorders – also das Angebot und die Nachfrage in Echtzeit.

Während Candlestick-Muster zeigen, was passiert ist, zeigt der Orderflow, warum es passiert ist.

Die wichtigsten Orderflow-Werkzeuge

Volume Profile

Zeigt, bei welchen Preisniveaus das meiste Volumen gehandelt wurde. Hohe Volumen-Knoten (High Volume Nodes, HVN) fungieren als natürliche Unterstützung/Widerstand.

  • Point of Control (POC): Das Preisniveau mit dem höchsten Volumen – stärkster Magnet
  • Value Area (VA): Der Bereich, in dem 70% des Volumens gehandelt wurde
  • Low Volume Nodes (LVN): Dünne Zonen – Preis bewegt sich schnell hindurch

VWAP (Volume Weighted Average Price)

Der volumegewichtete Durchschnittspreis des Tages. Institutionelle Trader nutzen den VWAP als Benchmark. Kurs über VWAP = bullish, unter VWAP = bearish. Ideal für Daytrading.

Footprint Charts

Zeigen das gehandelte Volumen innerhalb jeder Kerze, aufgeschlüsselt nach Kauf- und Verkaufsvolumen pro Preisniveau. Sie sehen, ob eine Kerze durch aggressive Käufer oder Verkäufer getrieben wurde.

Orderbuch (Level 2 / DOM)

Die Depth of Market zeigt die wartenden Limit-Orders auf beiden Seiten. Große Limit-Orders können als Unterstützung/Widerstand wirken. Verfügbar bei Pepperstone und im MetaTrader 5.

Orderflow bei CFDs vs. Futures

Aspekt CFD Futures
Echtes Volumen Nur Broker-Volumen (Tick) Zentralbörse (echt)
Orderbuch Begrenzt (MT5) Vollständiges DOM
Footprint Nicht verfügbar Vollständig
Volume Profile Via TradingView (Futures-Daten) Nativ

Praxistipp: Nutzen Sie TradingView mit Futures-Volumendaten als Overlay für Ihre CFD-Trades. So erhalten Sie echtes Marktvolumen für DAX (via FDAX), S&P 500 (via ES) und Gold (via GC).

Einfache Volumen-Strategien für CFD-Trader

  1. Volumen-Bestätigung: Ausbrüche nur handeln, wenn das Volumen steigt. Ausbrüche ohne Volumen sind oft Fehlausbrüche.
  2. VWAP-Bounce: Long-Einstieg, wenn der Kurs von oben den VWAP testet und dort prallt (Kaufinteresse). Short umgekehrt.
  3. Volumen-Divergenz: Kurs macht neues Hoch, aber das Volumen sinkt = Schwäche, mögl. Umkehr.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich Orderflow mit CFDs nutzen?

Eingeschränkt. CFDs haben kein zentrales Orderbuch. Sie können aber Futures-Volumendaten in TradingView nutzen und auf Ihre CFD-Charts anwenden.

Welcher Broker bietet die besten Volumen-Tools?

Pepperstone mit TradingView-Integration bietet das beste Setup für Volume-Profile-Analyse bei CFDs.

Risikohinweis: Orderflow-Analyse ist ein fortgeschrittenes Werkzeug und garantiert keine Gewinne. Kombinieren Sie es immer mit solidem Risikomanagement.

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