Parabolic SAR – Der Indikator für Trendfolge und Ausstiegspunkte
Der Parabolic SAR (Stop And Reverse) von J. Welles Wilder zeigt mit Punkten über oder unter dem Kurs, ob ein Aufwärts- oder Abwärtstrend vorliegt. Gleichzeitig liefert er dynamische Stop-Loss-Levels.
Inhaltsverzeichnis
1. So funktioniert der Parabolic SAR
| Position der Punkte | Bedeutung | Aktion |
|---|---|---|
| Punkte UNTER dem Kurs | Aufwärtstrend | Long-Position halten, SAR als Trailing Stop |
| Punkte ÜBER dem Kurs | Abwärtstrend | Short-Position oder abwarten |
| Punkte wechseln Seite | Trend-Umkehr („Reversal“) | Position drehen (Stop And Reverse!) |
2. Beste Verwendung
- Als Trailing Stop: Die SAR-Punkte ziehen automatisch nach — ideal für Trendfolge
- Kombiniert mit ADX: SAR nur in Richtung des Trends nutzen wenn ADX > 25
- In Seitwärtsphasen NICHT nutzen: SAR liefert zu viele Fehlsignale bei niedriger Volatilität
- Standard-Einstellung: AF=0,02, Maximum=0,20 — in den meisten Fällen optimal
Profi-Kombo: ADX > 25 = Trend vorhanden → Parabolic SAR aktivieren. ADX < 20 = Seitwaeerts → SAR ignorieren, stattdessen Bollinger Bänder oder RSI.
Häufige Fragen (FAQ)
Was bedeutet „Stop And Reverse“?
Die Idee: Wenn der Trend dreht (SAR-Punkte wechseln die Seite), soll man die aktuelle Position schließen und sofort in die Gegenrichtung öffnen. In der Praxis funktioniert das nur in stark trendenden Märkten. In Seitwärtsphasen produziert diese Methode viele Verluste.
Funktioniert der Parabolic SAR auf allen Timeframes?
Am besten auf H1 und höher. Auf kürzeren Zeitrahmen (M1, M5) zu viele Fehlsignale durch Noise. Für Daytrading H1, für Swing Trading H4 oder Daily.
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Risikohinweis: Der Parabolic SAR ist ein nachlaufender Indikator. Trend-Umkehren werden spät erkannt. Eigene Stop-Loss-Planung und Risikomanagement sind unverzichtbar.