Broker

Den passenden CFD Broker finden

Wie in jedem Wirtschaftsbereich ist ein Teil Ihres Erfolgs wesentlich von Ihren Geschäftspartnern abhängig, im Falle des Börsenhandels also vom Broker. Der Vergleich von CFD Brokern ist dabei aufwändiger als ein Tagesgeldvergleich, da mehrere Faktoren eine Rolle spielen und CFD Broker noch nicht so populär sind, dass sie an jeder Ecke im Internet einen Preisvergleich dafür finden.

Kriterien für eine Partnerschaft

Beim Aktienkauf ist die Wahl und Kostenstruktur für einen langfristigen Anlagehorizont weitgehend egal, aber je kürzer die Haltedauer eines Wertpapiers wird, umso mehr fällt die Qualität und Leistungsfähigkeit, aber auch der Preis des Brokers ins Gewicht. Für viele CFD-Investoren ist die Leistungsfähigkeit der Brokerplattform, d.h wie schnell und zuverlässig Orders ausgeführt werden, sowie die Funktionalität und Bedienbarkeit der Handelsplattform. Das Marktmodell des Brokers spielt ebenso eine Rolle wie Handelsplattform, Konditionen im Handel, Regulierung und Einlagensicherung sowie der Schutz vor Nachschusspflichten. Trader sollten sich für den Vergleich einige Fragen stellen, bzw. sich vergegenwärtigen, was die wichtigsten Aspekte oder Anforderungen an den Broker sind, wie zum Beispiel:

  • Gibt es eine Präferenz für Market Maker, STP– oder ECN Broker?
  • Darf es auch ein Broker aus dem Ausland sein?
  • Ist ein Einzahlungsbonus erwünscht bzw. maßgeblich für die Entscheidung?

Wenn diese Fragen geklärt sind gilt es, Broker anhand konkreter Eigenschaften zu vergleichen:

Regulierung und Aufsichtsbehörde

Da es sich bei CFDs um OTC-Geschäfte handelt, gelten die nationale Gesetze und damit die Finanzaufsicht des Hauptsitzland des Brokers. Gerne wird hierbei übersehen, dass Zweigniederlassungen im Ausland rechtlich eine unbedeutende Relevanz haben. Leider gibt es einige schwarze Schafe, so dass der Broker die deutsche Bafin oder die britische FCA als Aufsichtsbehörden aufführen, obwohl sie in Deutschland oder Großbritannien nur mit einer Zweigniederlassung vertreten sind. Im Zweifel ist es hier immer ratsam über das Impressum den Hauptsitz des Brokers zu ermitteln.

Einlagensicherung

Wie ein einem anderen Beitrag ausführlich behandelt, ist die verwahrende Bank der interessante Part für eine Einlagensicherung der Kundengelder und abhängig vom Bankensitz die nationale Einlagensicherung. Weiter sollten beim Broker die Kundengelder auf segregierten Einzelkonten, folglich getrennt vom eigentlichen Betriebsvermögen geführt werden.

Handelsplattform und Zugangswege

Grundsätzlich bieten Broker vier technische Zugangswege:

  • Softwareplattform im Browser
  • Schnittstelle für eine externe Software (z.b. MetaTrader)
  • mobil / via App
  • Telefonhandel.

Alleine aus der technische Möglichkeit ergibt sich noch kein Angebot. Wenn sie also neben der Softwareanwendung im Browser einen präferierten Zugang zum Handelsgeschehen wünschen, sollten Sie prüfen über der Broker diesen technisch anbietet.

Marktmodell

Für den Einstieg sind die Details verschiedener Marktmodelle (STP, ECN oder Market Maker) vernachlässigbar, allerdings ergeben sich bei erfolgreichem und kapitalintensiveren Handel von CFDs hier durchaus Potenzial um Kosten einzusparen.

Dafür schneiden diese ihre Angebote sehr häufig auf Einsteiger zu und bieten viele Webinare, Tutorials usw.

Handelskonditionen

Die Kosten im CFD Handel wurden ausführlich in diesem Beitrag behandelt. Grundsätzlich gilt beim beliebten Index/DAX-Handel, dass über den Tag meistens nur der Spread ab deb Broker zu zahlen ist. Vereinzelt werben Broker mit kommissionsfreiem Handel, haben im Vergleich aber weitere Spreads als die Konkurrenz, seien sie hier vorsichtig mit dem Inhalt von Werbebotschaften.Je nach gewähltem Handelsinstrument können sich die Kosten aus der ganzen Palette zusammensetzen:

  • Spread,
  • Kommission,
  • Finanzierungskosten für Overnight Positionen und
  • Gebühren/Versicherungsprämien für garantierte Stops.

Je nach ihrem Handelsansatz können unterschiedliche Kosten anfallen, vergleichen Sie hier nicht Äpfel mit Birnen und beschränken sie sich auf die für sie relevanten Kostenblöcke.

Handelbare Basiswerte

Einige CFD Broker bieten ein Dutzend Basiswerte zum Handel an, andere 120. Grundsätzlich gilt: Je mehr Währungen gehandelt werden können, desto besser. Darüber hinaus können Trader davon ausgehen, dass Broker mit einem breiten Basiswerte-Katalog in der Lage sind, gute Konditionen mit Banken auszuhandeln.

Marginanforderungen

Pauschal lässt sich nicht vereinfachen, dass eine geringe Margin automatisch gut ist. Pauschal gilt allerdings die Formel: Je geringer die zu hinterlegende Margin, desto größer das zu bewegende Kapital (der Hebel). Machen Sie sich hier bewusst dass ein großer Hebel nur die Geschwindigkeit erhöht wird, mit der sie möglicherweise ausgestoppt werden, bevor der Markt sich nach ihren Vorstellungen entwickelt. Hebel von 50:1 bis 100:1 reichen auch für Profis vollkommen aus.

Kundenservice

Da es sich bei den gängigen Brokern um Direktanbieter handelt, sind die technisch möglichen Servicekanäle auf E-Mail, Chat und Telefon begrenzt, was nicht heißt dass sie immer die ganze Palette angeboten bekommen. Wichtigstes Kriterium ist hier eine telefonische Kundenbetreuung, die zur gesamten Handelszeit erreichbar ist. Achten sie hier bei der internationalen Brokerwahl darauf, dass der Kundenservice auch in einer ihnen verständlichen Sprache angeboten wird.

Community/Social Trading

Dem Thema Social Trading haben wir uns in diesem Beitrag gewidmet. Hier ist es eine Frage des Typs, ob ihnen die Ausgestaltung des Community Netzwerkes sympathisch erscheint (z.b. durch ein lebendiges Forum). Durch den Vernetzungsschwerpunkt ist das Angebot eines Demokontos besonders geeignet um mögliche Angebote zu testen.

Schutz vor Nachschusspflichten

Durch schwarze Schafe am Kapitalmarkt wurde über die Gefahr von Nachschusspflichten hier berichtet. Im allgemeinen gilt aber, dass der rechtsverbindliche Ausschluss von Nachschusspflichten zulasten des Kunden seitens des Brokers, auch als dieser behandelt werden kann. Allerdings gibt es auch hier ein paar Formulierungsfallen wie „durch das im System festgelegte Closeout-Level werden Trader vor Verlusten geschützt“, die nicht rechtsverbindlich vor Verlusten schützen.

Das ist keine Liebesheirat für die Ewigkeit

Oft lassen sich Entscheidungen erst vollumfänglich beurteilen, wenn einige Zeit ins Land gezogen ist und man auf gemeinsame Erfahrungen zurückblicken kann. Dazu zählen vor allem persönliche Handelserfahrungen nach der Eröffnung des Handelskontos, die Häufigkeit von technischen Störungen oder verzögerten Kursausführungen. Beim Auftreten von solchen Problemen sollte sie sich vor Augen führen, dass sie hier keine Ehe geschlossen haben und bei einem anderen Partner mitunter bessere Erfahrungen sammeln können, zumal dieser Schritt oft auch mit Willkommensprämien vergoldet wird. Machen sie sich bei Unzufriedenheit also auf die Suche nach einem neuen Geschäftspartner, es gibt derzeit 13 CFD-Broker in Deutschland, und noch mehr international. In der Regel bieten alle CFD-Broker ein Demokonto an, mit dem sie die Funktionen im voraus testen können. Wenn sie guter letzt noch ein ihren Bedürfnissen entsprechendes Produktspektrum vorfinden, spricht nichts dagegen seine (Geld-)Koffer zu packen und weiterzuziehen.

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