CFD-Verluste steuerlich absetzen
Verluste aus CFD-Handel koennen in Deutschland steuerlich geltend gemacht werden – aber seit 2020 mit einer wichtigen Einschraenkung.
Inhaltsverzeichnis
1. Verlustverrechnung
CFD-Verluste koennen mit CFD-Gewinnen verrechnet werden. Die Abgeltungsteuer (25% + Soli) faellt nur auf den Nettogewinn an.
2. Die 20.000-EUR-Grenze (seit 2020)
| Regelung | Details |
|---|---|
| Verlustverrechnungsgrenze | 20.000 EUR pro Jahr |
| Betrifft | Termingeschaefte (CFDs, Optionen, Futures) |
| Ueberschuss | Wird in Folgejahre vorgetragen |
Achtung: Bei 50.000 EUR Gewinnen und 40.000 EUR Verlusten koennen Sie nur 20.000 EUR sofort verrechnen. Sie zahlen Steuern auf 30.000 EUR, obwohl Ihr Nettogewinn nur 10.000 EUR betraegt! Die restlichen 20.000 EUR Verluste werden ins Folgejahr vorgetragen.
- Loesungsstrategie: GmbH-Trading unterliegt nicht dieser Grenze
- Auslaendische Broker: XTB, Pepperstone fuehren keine dt. Steuer ab – Sie muessen selbst in der Steuererklaerung angeben (Anlage KAP)
Haeufige Fragen (FAQ)
Gilt die 20.000-EUR-Grenze fuer alle?
Fuer Privatpersonen ja. Bei GmbH-Trading entfaellt diese Grenze – alle Verluste sind vollstaendig absetzbar. Lohnt sich ab ca. 50.000 EUR/Jahr Tradingvolumen.
Muss der Broker die Steuern abfuehren?
Deutsche Broker (z.B. Consorsbank) fuehren automatisch ab. Auslaendische Broker (XTB, IG, Pepperstone) nicht – Sie erhalten einen Jahresbericht und muessen selbst melden.
Kann ein Steuerberater helfen?
Dringend empfohlen bei aktiven Tradern. Spezialisierte Steuerberater kennen die Termingeschaeft-Regelung und die GmbH-Optionen. Details: CFD Steuern komplett
Risikohinweis: Steuerliche Informationen ersetzen keine Steuerberatung. Die 20.000-EUR-Grenze kann erhebliche steuerliche Nachteile verursachen.