CFD-Verluste steuerlich absetzen
Verluste aus CFD-Handel koennen in Deutschland steuerlich geltend gemacht werden – seit dem Jahressteuergesetz 2024 sogar wieder ohne betragsmaessige Grenze.
Inhaltsverzeichnis
1. Verlustverrechnung
CFD-Verluste koennen seit dem Jahressteuergesetz 2024 wieder mit allen Kapitalertraegen verrechnet werden – nicht mehr nur mit Gewinnen aus Termingeschaeften. Die Abgeltungsteuer (25% + Soli) faellt nur auf den Nettogewinn an.
2. Die 20.000-EUR-Grenze – rueckwirkend abgeschafft
Update (Stand 2026): Die 20.000-EUR-Verlustverrechnungsbeschraenkung fuer Termingeschaefte wurde mit dem Jahressteuergesetz 2024 (verkuendet 5.12.2024, BGBl. 2024 I Nr. 387) rueckwirkend fuer alle offenen Faelle ersatzlos gestrichen. Verluste aus CFDs und anderen Termingeschaeften sind wieder unbeschraenkt mit allen Kapitalertraegen verrechenbar – weiterhin nicht mit anderen Einkunftsarten wie Gehalt. Quelle: § 20 EStG.
Zur Einordnung: Von 2021 bis Ende 2024 durften Verluste aus Termingeschaeften nur mit Gewinnen aus Termingeschaeften und nur bis 20.000 EUR pro Jahr verrechnet werden (§ 20 Abs. 6 Satz 5 EStG a.F.). Der Bundesfinanzhof aeusserte 2024 ernstliche verfassungsrechtliche Zweifel; der Gesetzgeber strich die Regelung daraufhin mit dem Jahressteuergesetz 2024 ersatzlos – rueckwirkend fuer alle noch offenen Faelle.
Was das jetzt fuer Sie bedeutet
- Aktuelle Verluste: unbeschraenkt mit allen Kapitalertraegen verrechenbar (Zinsen, Dividenden, Aktiengewinne) – nicht mit Gehalt.
- Alt-Verluste 2021–2023: Ist Ihr Steuerbescheid noch aenderbar (z.B. Vorbehalt der Nachpruefung, laufender Einspruch), koennen damals gekappte Verluste jetzt voll geltend gemacht werden – eine Erstattung ist moeglich. Vom Steuerberater pruefen lassen.
- Verlustvortraege: Bestehende Vortraege aus Termingeschaeften sind vollumfaenglich mit Kapitalertraegen verrechenbar.
- Auslaendische Broker: XTB, Pepperstone fuehren keine dt. Steuer ab – Gewinne und Verluste selbst in der Anlage KAP angeben.
Haeufige Fragen (FAQ)
Gilt die 20.000-EUR-Grenze noch?
Nein. Sie wurde mit dem Jahressteuergesetz 2024 rueckwirkend fuer alle offenen Faelle gestrichen. Verluste aus CFDs sind wieder unbeschraenkt mit Kapitalertraegen verrechenbar. Wer 2021–2023 wegen der Grenze mehr Steuern gezahlt hat, sollte pruefen lassen, ob der Bescheid noch aenderbar ist.
Muss der Broker die Steuern abfuehren?
Deutsche Broker (z.B. Consorsbank) fuehren automatisch ab. Auslaendische Broker (XTB, IG, Pepperstone) nicht – Sie erhalten einen Jahresbericht und muessen selbst melden.
Kann ein Steuerberater helfen?
Dringend empfohlen bei aktiven Tradern. Spezialisierte Steuerberater kennen die Termingeschaeft-Regelung und die GmbH-Optionen. Details: CFD Steuern komplett
Risikohinweis: Steuerliche Informationen ersetzen keine Steuerberatung. Rechtsstand: 2026 – Regelungen koennen sich aendern.