Kursbildung bei CFD-Brokern – Market Maker vs. DMA

Kursbildung bei CFD-Brokern – Woher kommen die Kurse?

Eine haeufige Frage: Woher stammen die Kurse bei CFD-Brokern? Handelt der Broker gegen mich? Sind die Kurse fair? In diesem Artikel erklaeren wir die verschiedenen Ausfuehrungsmodelle und raumen mit Mythen auf.

1. Ausfuehrungsmodelle

Modell Kursquelle Spread Interessenkonflikt? Broker-Beispiel
Market Maker Broker stellt eigene Kurse Fixe Spreads moegl. Theoretisch ja Capital.com
STP/NDD Liquiditaetsanbieter (Banken) Variable Spreads Gering XTB
ECN/DMA Direkt vom Markt/Boerse Engste Spreads + Komm. Keiner Pepperstone (Razor), IG (DMA)

2. Market Maker Modell

Der Broker stellt selbst die Kurse und ist die Gegenpartei Ihres Trades. Wenn Sie kaufen, verkauft der Broker an Sie. Das klingt nach Interessenkonflikt, aber:

  • Regulierte Market Maker (BaFin/FCA) muessen faire Kurse stellen
  • Die Kurse orientieren sich am Referenzmarkt (z.B. XETRA fuer DAX)
  • Die meisten Market Maker hedgen sich am Interbankenmarkt
  • Der Broker verdient am Spread, nicht an Ihren Verlusten

3. STP/NDD Modell

Straight Through Processing (STP): Ihre Orders werden direkt an Liquiditaetsanbieter (Grossbanken, Hedgefonds) weitergeleitet. Der Broker aggregiert die besten verfuegbaren Kurse und leitet Ihre Order zum besten Preis durch. Er verdient am Spread-Aufschlag oder einer Kommission.

4. ECN/DMA Modell

Electronic Communication Network (ECN): Sie handeln direkt gegen andere Marktteilnehmer – Banken, Hedgefonds und andere Trader. Der Broker ist nur Vermittler und verdient eine fixe Kommission. Die Spreads sind am engsten (oft ab 0,0 Pips bei Pepperstone Razor), aber es faellt eine Kommission an.

5. Sind CFD-Kurse fair?

Ja, bei regulierten Brokern. BaFin und FCA ueberwachen die Kursstellung. Abweichungen vom Referenzmarkt muessen dokumentiert und begruendet werden. Ein Vergleich unserer getesteten Broker zeigt: Die Kursabweichung zum Referenzmarkt betraegt typisch 0,1-0,5 Punkte beim DAX.

Haeufige Fragen (FAQ)

Handelt mein Broker gegen mich?

Bei Market Makern ist er technisch Ihre Gegenpartei. Das bedeutet aber nicht, dass er aktiv gegen Sie handelt. Regulierte Broker verdienen am Spread und Overnight-Gebuehren, nicht an Ihren Verlusten. Pruefung: Betrug erkennen.

Welches Ausfuehrungsmodell ist am besten?

Fuer die meisten Trader ist STP die beste Balance aus fairen Kursen, guten Spreads und Zuverlaessigkeit. Profis bevorzugen ECN (Pepperstone Razor) wegen der engsten Spreads. Anfaenger koennen bedenkenlos Market Maker nutzen, solange dieser reguliert ist.

Was ist Slippage?

Slippage ist die Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsaechlichen Ausfuehrungspreis. Sie tritt bei hoher Volatilitaet auf (z.B. News-Events). IG und CMC bieten garantierte Stops gegen Slippage.

Risikohinweis: Auch bei fairster Kursstellung koennen Verluste auftreten. Die Kursstellung an sich ist kein Garant fuer Gewinne. 74-89% der Kleinanleger verlieren Geld beim CFD-Handel.

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