Ordertypen beim CFD-Handel

Es gibt mehr als einen Ordertyp

Je nach Marktlage werden Orders zum Marktpreis am schnellsten ausgeführt, allerdings nicht unbedingt zum besten Kurs, sodass Ordertypen eine wichtige Funktion bieten. In der Regel sind es vor allem Börsenneulinge, deren Orderinstrumentarium sich als Kaufen zum Marktpreis im besten Falle mit einer Verlustgrenze beschreiben lässt, aber die Möglichkeiten sind größer. Jeder Ordertyp erteilt dem Broker einen ganz bestimmten Auftrag, so dass man beim Handeln entsprechend taktieren kann.

Unterschiedliche Kurse und Ordertypen

An der Börse gibt es grundsätzlich immer zwei Kurse eines Wertpapiers, den

  • Kaufkurs (Briefkurs / Ask-Kurs), und den
  • Verkaufskurs (Geldkurs / Bid-Kurs).

Der Unterschied zwischen den beiden Kursen wird Spread genannt und kommt vereinfacht gesagt der Bank/Broker zugute. Wenn Sie Schwierigkeiten haben die beiden Kurse auseinanderzuhalten, können sie es sich auch so vereinfachen, dass der für sie relevante Kurs immer der schlechtere (teurere) ist.

Ausführungskurse

Wie auf dem Wochenmarkt haben Sie beim Handeln an der Börse die Möglichkeit

  • den gegebenen Preis zu bezahlen (Market-Preis), oder
  • ein Limit zu definieren (Limit-Preis), bei dem sie zu handeln bereit sind.

Die Market Order

Bei der Market Order wird die Transaktion

  • Kaufkurs (billigst)
  • Verkaufskurs (bestens)

zum nächstbesten verfügbaren Preis angezeigt, allerdings kann dieser vom angezeigten Preis abweichen, wenn die gewünschte Menge an Wertpapieren zu diesem Preis nicht verfügbar ist.

Für diesen Fall bieten manche Broker neben der

  • Ausführung zum Marktpreis (Market Execution)
  • zusätzlich die „Instant Execution“ an,

bei jener der Anleger festlegen kann, wie groß die Abweichung zum Marktkurs maximal sein darf.

Die Limit und Stop Order

Bei einer Limit- oder Stop-Order gibt der Anleger im Gegensatz zur Market Order einen Orderzusatz als

  • Kursobergrenze (Limit), oder
  • Kursuntergrenze (Stop) vor,

bis oder ab der die Order ausgeführt werden soll. Die Ausführung erfolgt dann zum Market-Preis, wenn dieser dem vorgegeben Limit oder Stop entspricht. Gerade im Forex-Handel sind die folgenden vier Typen auch als Pending Orders bekannt, also schwebenden Orders.

Buy-Limit-Order

Sie wird ausgelöst, wenn der Kurs einen festgelegten Wert unterhalb des aktuellen Kurses erreicht.

Sie kann mit einigen Stunden oder Tagen Gültigkeit in einem Aufwärtstrend platziert werden, so dass sie im unteren Bereich des Aufwärtstrends Wertpapiere kauft.

Sell-Limit-Order

Sie wird ausgelöst, wenn der Markt ein festgelegtes Niveau oberhalb des aktuellen Kurses erreicht.

Dieser Ordertyp kann beispielsweise zum Aufbau einer Shortposition im oberen Bereich eines Abwärtstrendkanals eingesetzt werden.

 

Buy-Stop-Order

Sie wird ausgelöst, wenn der Kurs einen festgelegten Wert über dem aktuellen Kurs erreicht.

Sie bietet sich beispielsweise an, wenn der Aufwärtstrend mit einem Widerstand kämpft und die Order ein Stück über dem Widerstand platziert wird.

Sell-Stop-Order

Sie wird ausgelöst, wenn der Kurs einen festgelegten Wert unter dem aktuellen Kurs erreicht.

Sie bietet sich beispielsweise an, wenn der Aufwärtstrend mit einem Widerstand kämpft und die Order ein Stück kurz unterhalb einer relevanten Unterstützung platziert wird.

Orderzusätze behandeln wir im nächsten Beitrag.

 

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