Carry Trade Strategie – Von Zinsdifferenzen profitieren
Der Carry Trade nutzt Zinsdifferenzen zwischen zwei Währungen: Sie leihen sich eine Niedrigzins-Währung und kaufen eine Hochzins-Währung. Bei CFDs verdienen Sie daran über positive Swap-Sätze.
Inhaltsverzeichnis
1. So funktioniert der Carry Trade
Beispiel: Japan-Zins 0,1%, USA-Zins 5%. Sie gehen Long USD/JPY. Sie erhalten täglich einen positiven Swap für die Zinsdifferenz (~4,9%). Bei Hebel 1:30 wird der jährliche Carry-Ertrag vervielfacht.
2. Beliebte Carry-Trade-Paare
| Long | Short | Zinsdifferenz (~) |
|---|---|---|
| USD | JPY | ~4,5% |
| MXN | JPY | ~10% |
| AUD | CHF | ~3% |
Achtung: Hohe Zinsdifferenz = oft hohe Volatilität. Korrelationen und Risikomanagement beachten!
Häufige Fragen (FAQ)
Wie hoch ist der Carry-Ertrag bei CFDs?
Abhängig vom Broker-Swap. Bei Pepperstone z.B. Long USD/JPY: +5 USD pro Lot und Tag. Prüfen Sie die aktuellen Swap-Sätze in der MT5-Instrumenteninfo.
Was ist das größte Risiko?
Plötzliche Kursbewegungen gegen die Position können den gesammelten Carry schnell vernichten. Flash-Crashs (wie JPY 2019) können massive Verluste verursachen. Stop-Loss Pflicht!
Für wen eignet sich Carry Trading?
Für Swing- und Positions-Trader mit Geduld. Nicht für Daytrader. Fundamentalkenntnisse zu Zinspolitik nötig.
Carry-Trade-Beispiele 2026
| Paar | Long/Short | Zinsdifferenz | Swap (tagl.) |
|---|---|---|---|
| USD/JPY | Long | ~4-5% | Positiv |
| AUD/JPY | Long | ~3-4% | Positiv |
| EUR/USD | – | ~1% | Zu gering |
Ist der Carry Trade 2026 noch profitabel?
Ja, besonders USD/JPY. Solange die Bank of Japan die Zinsen niedrig hält und die Fed hoch, bleibt der Carry Trade attraktiv. Risiko: Wenn die BoJ überraschend die Zinsen erhöht (wie Sommer 2024), kann der Yen blitzschnell steigen und alle Carry-Positionen ausstopppen.
Risikohinweis: Carry Trades sind langfristige Positionen mit Währungsrisiko. Plötzliche Zinsänderungen oder Krisen können hohe Verluste verursachen.